Aufzucht

Im Wohnzimmer geboren, im Garten groß geworden

Unsere Welpen kommen im Wohnzimmer zur Welt, in einer Wurfkiste, die Markus 2009 gebaut hat und die seitdem jeder Wurf benutzt hat. Wir schlafen die ersten drei Wochen abwechselnd auf dem Sofa daneben.

Ab der 4. Woche ziehen sie ins Welpenzimmer neben der Küche, mit einer Klappe in den eingezäunten Gartenteil (etwa 400 m², Rasen, Kies, ein Bachlauf, ein Holzsteg, ein alter Traktorreifen). Die Welpen sind nie im Zwinger und nie im Keller; sie hören die Spülmaschine, das Telefon und uns.

Ein festes Programm mit Markennamen haben wir nicht. Wir arbeiten seit dem D-Wurf mit einer Liste, die wir aus dem Welpenprogramm des SSV und eigener Erfahrung zusammengestellt haben, und sie steht unten vollständig.

Woche für Woche

  1. Woche 0–2: Wärme, Milch, wiegen. Täglich gewogen, ab Tag 3 kurz am ganzen Körper berührt, Pfoten, Ohren, Maul. Erste Entwurmung in Woche 2.
  2. Woche 3–4: Augen und Ohren offen, erster Brei, Geräusche-CD, erste Ausflüge auf andere Böden. Umzug ins Welpenzimmer. Ab Woche 4 Besuche der Familien.
  3. Woche 5–6: Garten, Kinder (mit Aufsicht), Tunnel, Wackelbrett, Pfützen, erste Autofahrt, Bürsten und Krallenschneiden, Rasenmäher aus der Ferne.
  4. Woche 7: Wesenstest durch eine Prüferin, die die Welpen nicht kennt, danach Zuordnung zu den Familien. Erste Minuten allein im Zimmer, Halsband.
  5. Woche 8–9: Mikrochip, SHLP-Impfung, Tierarztcheck, Fahrt zur Tierarztpraxis, erste Leinenschritte, kurze Ruhezeiten in der Box.
  6. Woche 9–10: Wurfabnahme durch die Zuchtwartin des SSV, frühestens am nächsten Tag Übergabe, ab 7,0 kg Körpergewicht.

Was jeder Welpe vor dem Auszug kennengelernt hat

Menschen

Männer mit Bart und Mütze, Frauen, Kinder von 3 bis 14, eine Besucherin mit Rollator, Menschen mit Regenschirm, mindestens 20 verschiedene Gäste.

Geräusche

Staubsauger, Föhn, Gewitter und Silvester von CD, Kirchenglocken (live, wir wohnen 300 m von St. Ulrich), Traktor, Kuhglocken.

Untergründe

Fliesen, Parkett, Gitterrost, Kies, nasses Gras, ein Holzsteg über den Bach, eine Gummimatte, eine Metallwanne.

Andere Tiere

Unsere vier erwachsenen Hündinnen, ein Besuchsrüde, die Katze der Nachbarn, Kühe über den Zaun (Braunvieh auf der Weide nebenan).

Pflege

Bürsten, Krallen schneiden, Ohren und Zähne ansehen, auf den Tisch heben, festhalten wie beim Tierarzt, abtrocknen mit dem Handtuch.

Alltag

Autofahrt in der Box (zweimal), kurze Zeit allein (bis 15 Minuten), Halsband und Leine, ein Besuch in der Tierarztpraxis nur zum Leckerli holen.

Was jeder Welpe mitbekommt

Ahnentafel des SSV (VDH/FCI) – kommt einige Wochen nach der Wurfabnahme per Post

Mikrochip, auf Sie bei TASSO umgemeldet

EU-Heimtierausweis mit erster SHLP-Impfung (Nobivac SHP + L4)

Viermal entwurmt (2., 4., 6. und 8. Woche), Präparat und Datum im Ausweis

Tierärztliche Untersuchung und das Wurfabnahme-Protokoll der Zuchtwartin

Kaufvertrag nach dem Muster des SSV, unterschrieben bei der Übergabe

Kopien aller Gesundheitsbefunde beider Eltern (HD/ED/OCD, DM, Augen, Herz, Zuchtwerte)

Welpenmappe: Futterplan, Impf- und Entwurmungsplan, Bewegungsregeln fürs erste Jahr

Futter für zwei Wochen, Decke mit dem Geruch des Wurfs, Halsband und Leine

Unsere Telefonnummer auf Lebenszeit und die Einladung zum Welpentreffen

Warum erst ab der 10. Woche

Gesetzlich dürfen Welpen in Deutschland mit acht Wochen abgegeben werden. Der SSV erlaubt die Übergabe erst ab der 9. Lebenswoche, frühestens einen Tag nach der Wurfabnahme, und nur mit mindestens 7,0 kg Gewicht. Wir legen die Wurfabnahme meist in die 10. Woche, weil Berner langsam reifen und die Welpen in der 8. und 9. Woche bei der Mutter und den erwachsenen Hunden noch viel lernen – vor allem, wie man sich höflich benimmt.

Bei der Wurfabnahme kontrolliert die Zuchtwartin jeden Welpen (Gebiss, Hoden bei den Rüden, Nabel, Augen, Gewicht, Chipnummer) und die Aufzucht selbst. Das Protokoll bekommen Sie in Kopie.